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 Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie 04.02.2010

Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie Dezember 2009

Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWI) informiert

Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie Dezember 2009 Die Auftragseingänge in der Industrie sind vorläufigen Angaben zufolge [1] im Dezember preis- und saisonbereinigt [2] um 2,3 % gesunken. Im Vormonat waren sie abwärts revidiert um 2,7 % gestiegen. Der Umfang an Großaufträgen war für einen Dezember unterdurchschnittlich. Sowohl die Inlands- (-1,4 %) als auch die Auslandsnachfrage (-3,2 %) haben spürbar nachgelassen. Differenziert nach industriellen Hauptgruppen mussten die Produzenten von Vorleistungs- (-3,2 %) und Investitionsgütern (-2,5 %) weniger Bestellungen hinnehmen. Der Nachfragerückgang war breit angelegt und betraf nahezu alle größeren Wirtschaftszweige. Die Nachfrage nach Konsumgütern erhöhte sich dagegen um 1,8 %.

Im Zweimonatsvergleich blieben die Bestelleingänge mit +0,7 % weiter aufwärts gerichtet. Die Inlandsbestellungen nahmen dabei um 1,1%, die Auslandsbestellungen um 0,2 % zu. In den industriellen Hauptgruppen meldeten die Vorleistungsproduzenten einen Nachfragerückgang von 0,4 %, wogegen die Ordertätigkeit für Investitionsgüter ein Plus von 1,1 % verzeichnete. Auch bei den Herstellern von Konsumgütern erhöhte sich die Nachfrage spürbar um 2,4 %.

Ihren Vorjahresstand überschritten die Auftragseingänge in der Industrie kalendermonatlich im Zweimonatsvergleich November/Dezember erstmalig wieder deutlich um 6,4 %. Hierbei sind allerdings Basiseffekte in Rechnung zu stellen. Die Inlandsbestellungen lagen um 6,9 %, die Auslandsbestellungen um 6,0 % über dem Vorjahresniveau.

Die Auftragseingänge in der Industrie haben zuletzt ihre Zugewinne aus dem Vormonat zum großen Teil wieder verloren. In der Tendenz bleibt die Nachfrage aufwärts gerichtet. Der Aufholprozess aus dem zweiten und dritten Quartal hat allerdings spürbar an Dynamik verloren. Diese Entwicklung war gerade im Fahrzeugbau zu erwarten. Die Stimmungsindikatoren, die sich überwiegend weiter freundlich zeigen, stützen das Bild einer sich fortsetzenden Erholung der Industriekonjunktur.

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[1] Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bundesbank.
[2] Verfahren Census X-12-ARIMA.

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» von Sebastian Kübler

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